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Homöopathie

Die Geschichte der Homöopathie
Samuel Hahnemann wurde 1755 in Meißen geboren. Er studierte Chemie und Medizin, war jedoch schnell von den damaligen Therapiemaßnahmen und -erfolgen enttäuscht. Aufgrund dessen arbeitete er vorübergehend als Übersetzer für wissenschaftliche und medizinische Zeitschriften. Im Jahre 1790 stolperte er dabei über die Erklärung, dass Chinarinde ähnliche Symptome auslöste, wie die gefürchtete Malaria. Der damals 35-jährige startete einen Selbstversuch, indem er Chinarinde in kleinen Mengen zu sich nahm – und tatsächlich tauchten ähnliche Beschwerden wie bei Malaria auf, welche nach Absetzen der Substanz wieder verschwanden.
 
Sein Interesse war geweckt. Von diesem Zeitpunkt an studierte er systematisch die unterschiedlichsten Substanzen, indem er sie an gesunden Menschen (an sich selbst, Familienmitglieder und Freunde) testete und genau dokumentierte, welche Symptome seine Prüflinge entwickelten. Nicht nur körperliche Veränderungen waren für ihn wichtig, sondern auch emotionale Ausmaße.  

Aus diesen Ergebnissen entwickelte er seine These, dass Ähnliches mit Ähnlichem geheilt werden könne. Dieses Prinzip stellten auch schon frühere Gelehrte auf (z. B. der griechische Arzt Hippokrates um 400 v. Chr.), aber erst Hahnemann gelang es, dieses Prinzip zu erforschen und bekannt zu machen.
Anfangs experimentierte er noch im Milligramm-Bereich. Da er neben Mineralien, Metallen und Mittel aus dem Tierreich auch sehr giftige Pflanzen einsetzte (z. B. die Tollkirsche), verdünnte (=potenzierte) er die Mittel immer mehr und entdeckte, dass sich mit dem Grad der Verdünnung die Wirkung verstärkte.

Das Wort Homöopathie ist zusammengesetzt aus dem Griechischen homoion = ähnlich und pathos = Leiden.
Hahnemann sah im Menschen eine untrennbare körperlich-seelisch-geistige Einheit. Als Lebenskraft bezeichnete er die Energie, die diese Einheit im Gleichgewicht hält.
 
Ein Beispiel:
Nehme ich bei Kopfschmerzen eine Schmerztablette, fühle ich nach kurzer Zeit den Schmerz nicht mehr. Die Beschwerden kommen aber oft wieder, sobald die Wirkung der Tablette nachlässt.
Mit einem homöopathischen Mittel wird jedoch die Lebenskraft gestärkt, sodass der Schmerz nicht mehr als Ausdruck einer inneren Störung nötig ist. Ziel einer homöopathischen Behandlung ist die dauerhafte Gesundung und nicht das Überdecken einzelner Symptome.

Um das passende Mittel zu finden, ist eine sehr genaue Befragung (Repertorisation) wichtig. Hierbei interessiert mich (am Beispiel Kopfschmerz) wo genau der Schmerz sitzt, wie genau er sich anfühlt, wann die Beschwerden auftreten, wodurch werden sie besser oder schlimmer, was hat sie ausgelöst, welche Beschwerden sind neben dem Hauptsymptom noch vorhanden, was macht der Schmerz mit Ihrem Gemüt und noch vieles mehr. Erst mit diesem Wissen ist es mir möglich, das für Sie passende Mittel zu finden.

Die Homöopathie ist eine ganz wunderbare Methode, um Beschwerden anzugehen sowie auch eine wunderbare Ergänzung zur Schulmedizin. So kann beispielsweise der Heilungsprozess nach einer Operation, Knochenbruch, Zahnbehandlung, Prellung oder anderen Problematiken angeregt werden. Auch um Nebenwirkungen abzumildern (z. B. bei einer Chemotherapie), sind die kleinen Kügelchen (= Globuli) sehr hilfreich.